Vortest „Mindestkörperlänge“

Bewerberinnen und Bewerber für den Polizeivollzugsdienst des Landes Niedersachsen müssen eine Mindestkörperlänge von 163 cm vorweisen.

Eine Unterschreitung dieser Mindestvorgabe führt jedoch nicht automatisch zu einer Feststellung der Polizeidienstuntauglichkeit, sofern die betroffene Bewerberin/der betroffene Bewerber den Nachweis erbringt, dass die geringe Körperlänge nicht zu einer Beschränkung bei der Aufgabenbewältigung im Polizeivollzugsdienst führt.

Die Ermittlung dieses Nachweises erfolgt ausschließlich in Form eines an der Polizeiakademie Niedersachsen stattfindenden Vortestes „Mindestkörperlänge (MKL)“. Dieser zusätzliche und dem eigentlichen Auswahlverfahren vorgelagerte Testabschnitt findet grundsätzlich einen Tag vor dem zugewiesenen Termin des computergestützten Teils des Eignungsauswahlverfahrens (GöPA) und des Sporttestes statt. Da die Durchführung der Testabschnitte grundsätzlich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen erfolgt, wird Dir eine Übernachtungsmöglichkeit im Mehrbettzimmer der Unterkunft der Polizeiakademie Niedersachsen gegen die Zahlung von 15,- Euro angeboten. Auch besteht hier die Möglichkeit der Einnahme eines ebenfalls kostenpflichtigen Frühstücks.

Der Vortest „Mindestkörperlänge“ orientiert sich primär an den körperlichen Anforderungen des Polizeidienstes wie z. B. den Fähigkeiten zur Durchsetzung von Maßnahmen unter Anwendung unmittelbaren Zwangs oder auch den Erfordernissen, Personen aus Gefahrenbereichen bergen zu können und stellt somit einen unmittelbaren Bezug zur polizeilichen Einsatzpraxis dar.

Das Testverfahren besteht aus den folgenden fünf Übungen:

  • Waffenhandhabung
  • Hindernis überwinden
  • Jump and reach
  • Handkraftmessung
  • Personenrettung

Für jede Übung sind Mindestleistungen festgelegt.

Der Vortest „Mindestkörperlänge“ wird als bestanden gewertet, wenn die jeweilige Testperson an allen Übungen teilgenommen hat und in jeder einzelnen die Mindestleistung erbracht oder überschritten hat. Ein Ausgleich einer nicht bestandenen Übung durch eine überdurchschnittliche Leistung in einer anderen Übung ist nicht möglich.

Bleibt die Testperson in einer oder mehreren Übungen unterhalb der Mindestleistung oder bricht sie das Testverfahren ab, scheidet sie aus dem Bewerbungs- und Auswahlverfahren aus. Eine Wiederholung im selben Bewerbungsverfahren ist dann nicht möglich. Eine Bewerbung für ein späteres Bewerbungsverfahren ist damit jedoch nicht ausgeschlossen.